Messechef Raimund Hosch, Raed Saleh

Messechef Raimund Hosch, Raed Saleh

Berliner Dauerthema, Ikone der 70er-Jahre-Architektur, Millionengrab? Sicher ist, dass das Internationale Congress Centrum (ICC) in der Berliner öffentlichen Meinung immer für Emotionen gut ist. Verschiedene Zahlen zwischen 182 und 400 Millionen Euro, die das ICC für eine Sanierung als Kongressstandort bräuchte, geisterten in den letzten Monaten durch die Welt. Grund genug für Raed Saleh, mal wieder das ICC zu besuchen und mit Messe-Chef Raimund Hosch über die Zukunft des ICCs zu diskutieren.

Hosch zeigte Saleh nicht nur die sanierungsbedürftigen Teile des Hauses, er überraschte auch mit klaren Aussagen: Ab Frühjahr 2013 werde das ICC nicht mehr für Veranstaltungen genutzt, weil es technisch nicht mehr betriebsfähig sei. Dennoch werde das Jahr 2014 zu einem Rekord-Messe-Jahr für Berlin – aufgrund der Nutzung anderer Kapazitäten wie beispielsweise den City-Cube. Also Abriss? – Nein, waren sich Hosch und Saleh einig. Man brauche einen Immobilienentwickler, der einmal genau untersuche, was man aus dem ICC machen kann und wie man es öffentlich oder privat nutzen könnte. SPD-Fraktionschef Saleh stellte klar: „Jedenfalls können wir den Berlinern ein Fass ohne Boden nicht zumuten. Am Ende fehlt das Geld sonst bei Turnhallen und Schulen.“

Mittlerweile ist auch die parteilose Wirtschaftssenatorin von Obernitz umgeschwenkt – und sieht eine Sanierung als Kongressstandort nicht mehr als zwingend an. Es gibt also Bewegung beim Dauerthema ICC. Im Herbst wird der Senat mit seiner Investitionsplanung einen Vorschlag machen.

ICC: Bewegung beim Dauerthema