Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin

Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin

Am 25. Mai stehen die Berlinerinnen und Berliner vor einer Richtungsentscheidung: Wollen wir dieser Stadt eine Perspektive geben, die die Herausforderungen Berlins wirklich annimmt? Oder flüchten wir aus Angst vor Veränderung in den Stillstand? Denn nicht nur, aber auch auf dem Tempelhofer Feld entscheidet sich, ob sich Berlin den Herausforderungen der wachsenden Stadt stellt.

Wir haben eine Freifläche mitten in der Stadt, um die uns andere Großstädte beneiden. Noch vor sechs, sieben Jahren sind dort Flugzeuge gestartet und gelandet. Die SPD hat sich damals dafür eingesetzt, dass der Flugbetrieb eingestellt wird. Was für einen Unterschied an Lebensqualität haben wir heute? Die Stadtteile rund um das Feld haben riesige Chancen durch die geplante Entwicklung. Der Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen nutzt diese Chancen.

Wir wollen den größten Park der Stadt schaffen. Aber es soll ein Park für alle Berlinerinnen und Berliner sein. Wir wollen Radwege schaffen und Bäume pflanzen, damit auch schattige Plätze entstehen. Wir möchten Parkbänke aufstellen, um Sitzgelegenheiten zu schaffen. Ein barrierefreier Zugang zu allen Bereichen des Parks muss möglich sein.

Die Bürgerinitiative will all das gesetzlich verhindern. Diese Analyse des Gesetzentwurfs der Initiatoren des Volksentscheids hat uns sogar jüngst das Verwaltungsgericht Berlin bestätigt.

Die Freifläche im Zentrum des Feldes, die durch unseren Gesetzentwurf gesichert wird, ist mit 230 ha größer als der große Tiergarten. Am Rand dieser riesigen Fläche wollen wir Wohnungen bauen, Wohnungen die in Berlin dringend gebraucht werden.

Berlin ist eine wachsende Stadt. 50.000 Bürgerinnen und Bürger sind 2013 nach Berlin gekommen und für die nächsten Jahre werden ähnliche Zahlen erwartet. Der Wohnungsneubau muss mit diesen Entwicklungen Schritt halten.

Wichtig ist für uns als SPD, dass wir bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Mieten müssen für Normalverdiener erschwinglich sein. Deshalb bitte ich Sie, unsere Pläne für eine behutsame Entwicklung des Tempelhofer Feldes zu unterstützen. Stimmen auf dem Stimmzettel oben mit „Nein“ und unten mit „Ja“ – damit der größte Park Berlins und preiswerter Wohnraum entstehen können.

Volksabstimmung über Tempelhofer Feld – eine Richtungsentscheidung für Berlin